Seit einiger Zeit finden sich in den Supermarktregalen immer mehr unterschiedliche Smoothies. Anfangs sehr gepriesen, sind sie dann aufgrund des hohen Zuckergehalts bald etwas in Verruf geraten. Vor allem die als anfangs sehr gesund angepriesenen reinen Obst-Smoothies enthalten große Mengen Fruchtzucker in nur einem Smoothie, so würde man z.B. nie so viele Früchte auf einmal essen, wie man in einem Smoothie innerhalb kurzer Zeit trinken kann. Zusätzlich werden industriell hergestellten Obst-Smoothies oft Fruchtkonzentrate zugesetzt, was sie zu süßen Kalorienbomben macht, die einen starken Blutzuckeranstieg zur Folge haben.

All dies trifft jedoch nicht auf die sogenannten „Grünen Smoothies“ zu – vor allem dann nicht, wenn man sie selbst frisch zubereitet.

Ich liebe grüne Smoothies seit Jahren. Sie stellen ein tolles Frühstück oder auch eine super Zwischenmahlzeit dar, die viel Energie, gute Inhaltsstoffe und auch gute Laune liefern. Ich bereite oft in der Früh gleich die doppelte Menge zu und nehme dann einen Smoothie mit in die Arbeit. Grüne Smoothies sind toll, wenn man am Vormittag einen Energiekick braucht und nicht zum Kaffee oder zur Schokolade greifen möchte.

Grüne Smoothies sind optimale Lieferanten von Vitaminen und Mineralstoffen, Aminosäuren, Spurenelementen und Antioxidantien[1], das heißt, sie unterstützen auch unsere Gesundheit optimal – egal ob wir Gewicht auf gesunde Art reduzieren, entgiften oder das Immunsystem stärken – oder einfach nur unserem Körper und Geist etwas Gutes tun möchten.

Was brauche ich dazu und was beinhaltet ein grüner Smoothie?

Wichtig ist ein guter Hochleistungsmixer, da das naturbelassene Pflanzengrün und die Früchte gut gemixt und somit zerkleinert werden müssen. Der Mixer nimmt uns dabei den Kauvorgang ab und bricht die Zellwände der Pflanzenteile auf. Derart fein aufgeschlossen kann sie der Körper gut aufnehmen.

Ich habe damals in ein qualitativ hochwertiges Gerät investiert und dieses hat sich definitiv bezahlt gemacht. Wer eine Küchenmaschine mit Mixaufsatz zu Hause hat, könnte es damit probieren. Wenn die Ergebnisse gut sind, ist keine zusätzliche Anschaffung nötig.

Beim Mixen der grünen Smoothies sind der Kreativität (fast) keine Grenzen gesetzt. Sobald man etwas Übung hat, wird man dann auch immer experimentierfreudiger. Zusätzlich gibt es eine schier unendliche Auswahl an Rezepten in Rezeptbüchern und im Internet.

Auch für (kleine) Kinder ist die Zubereitung spannend, es entsteht immer ein neues und einzigartiges Produkt.

Das Geheimnis grüner Smoothies ist die Kombination von grünen Blättern und süßen Früchten im Verhältnis 50:50. Durch die extrem hohe Nährstoffdichte haben grüne Blätter oft einen bitteren Geschmack, dieser wird durch die Süße der Früchte ausgeglichen. Zusätzlich kommt dann nur noch Wasser hinzu.

Ergänzt werden kann das Ganze noch (auch als Topping bzw. Dekoration) mit verschiedensten Samen, Nüssen, Trockenobst, Kakao(bohnen), Avocados, Sprossen, Algen oder z.B. eingeweichten Leinsamen und Gersten- oder Weizengraspulver.

Gekühlt ist ein grüner Smoothie mindestens 2 Tage haltbar, er oxidiert aufgrund der enthaltenen Antioxidantien kaum.

Im Unterschied zu einem (gepressten) Saft wird bei grünen Smoothies die gesamte Frucht und die gesamte Pflanze genutzt, es gibt somit so gut wie keine Abfälle. Nachdem alle Pflanzenteile verwendet werden, ist es auch hier besonders wichtig, auf Bioqualität zu achten – man will ja schließlich keine Schadstoffe durch Spritz- und Düngemittel oder aus dem Boden mit den grünen Smoothies aufnehmen. Gerade vom Frühjahr bis zum Herbst ist natürlich auch Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten toll. Dann weiß man genau, was man wie in welche Erde gesetzt hat und kann besonders zeitnahe ernten, um auch die volle Fülle an tollen Inhaltsstoffen zu haben.

Das Basis-Rezept und ein paar Ideen für einen Frühlings-Smoothie

Als grüner Smoothie für Einsteiger und auch Kinder eignet sich das folgende Basis-Rezept sehr gut:

  • 2 süße Äpfel
  • 1 reife Banane
  • Ev. Saft einer ¼ Zitrone
  • 1 Handvoll Babyspinat oder ein Häuptelsalat
  • 500 ml Wasser[2]

Bei den Äpfeln muss das Kerngehäuse nicht rausgeschnitten werden, lediglich den Stiel und Blütenansatz sollte man entfernen und anschließend den Apfel in Stücke schneiden. Banane schälen und in Stücke schneiden. Babyspinat (oder Häuptelsalat) und je nach Belieben Zitronensaft hinzufügen, auf kleiner Stufe den Mixer starten und dann alles auf höchster Stufe cremig pürieren.

Ein paar Tipps noch: Nicht zu lange pürieren, da sich der Smoothie sonst zu sehr erwärmt. Schwerer zu mixende Stücke (größere Stücke, Blattgrün) sollten sich besser im unteren Teil des Mixers befinden.

Die grünen Smoothies können, je nachdem wie viel Wasser zugegeben wird, als Getränk, als Kaltschale oder als Pudding gegessen bzw. getrunken werden. Achtung: Nicht zu schnell trinken und auch beim Trinken immer wieder kauen, sodass der Smoothie besser aufgenommen werden kann.

Vor allem jetzt im Frühling strotzen Wildkräuter wie Löwenzahn, Giersch und Brennnessel nur so voller Energie und sind tolle Zutaten für den grünen Smoothie. Ebenso die jungen Blätter von Radieschen, roten Rüben und Karotten oder auch Mangold (ohne Stiele) und Spinat.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Ausprobieren und Experimentieren, ihr werdet begeistert sein, lasst es euch schmecken!

Sarah Schmaldienst, diplomierte Ernährungstrainerin

P.s.: Gerstengras mag sehr exotisch erscheinen – ganz in der Nähe von Rohrbach-Berg, nämlich am Biberhof im Unteren Mühlviertel, wird es jedoch in bester Bioqualität angebaut und ist in der LieblingsSpeis erhältlich.


[1] Quelle: Guth, Hickisch: Grüne Smoothies; Die supergesunde Mini-Mahlzeit aus dem Mixer, Gräfe und Unzer Verlag GmbH; 2. Auflage 2012

[2] Quelle: Guth, Hickisch, Dobrovicova: Grüne Smoothies, Gräfe und Unzer Verlag GmbH; 3. Auflage 2013

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