In Ottensheim gibt es einen Ort, der für die LieblingsSpeis sehr wichtig ist: „Zur Berta“ in der Linzer Straße. Wie wir euch im Blogbeitrag „Warum erst um 10:00 Uhr?“ erzählt haben, fährt Armin jeden Freitag in der Früh zuerst nach Eferding für unser Bio-Frischgemüse und anschließend nach Ottensheim, da dort die Übergabe vom brotsüchtig-Brot aus Steyregg stattfindet.

Hinter der „Berta“ steckt Michael Madlmayr, einer der kreativen, progressiven Köpfe Ottensheims und erfahrener Bio-Landwirt: Als Gründer von PumpalG’sund (Bio-Freilandeier und Bio-Grillhühner), der mittlerweile von Freunden weitergeführt wird, weiß er um die Herausforderungen und Freuden in der Bio-Landwirtschaft. Als Betreiber der „Berta“ kennt er darüber hinaus die Wünsche und Fragen der Konsument*innen und sorgt dafür, dass die Ottensheimer*innen mit hochwertigen Bio-Produkten aus der Region versorgt werden.

Die Idee: Bio-Landwirtschaft direkt in Ottensheim

Michael ist ein Umsetzer mit Pioniergeist. Als 2020 ein Freund an ihn herantrat und ihm vorschlug, zusammen die leerstehende Gärtnerei Grabner zu pachten und einen landwirtschaftlichen Bio-Betrieb daraus zu machen, konnte er nicht widerstehen. Gemeinsam mit einem dritten Freund gründeten sie die „Drittelbauern“ und begannen im Herbst 2020 mit der Renovierung des Areals und der Auswahl geeigneter Kulturen für das Glashaus. Dieses ist untergliedert in zwei Teile: Einem mit Kontakt zum Mutterboden und einem für Topfpflanzen.

Herausforderung Bio-Zertifizierung

Für die „Drittelbauern“ Tobias Mayer, Michael Madlmayr und Wolfgang Gratt war von Anfang an klar, dass sie ausschließlich biologisch wirtschaften möchten und sich auch entsprechend zertifizieren lassen würden. „Diese Zertifizierung zieht sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Grund dafür ist die Ansicht, dass nach diesem Zeitraum gewisse Rückstände im Boden abgebaut sind und nicht mehr von einer Pflanze aufgenommen werden können. Wichtig dabei ist der direkte Kontakt der Pflanze zum Mutterboden“, erläutert Michael. Insofern war für die Drittelbauern klar, dass sie nur jene Kulturen, die sie nicht im Topf anbauen würden, zertifizieren lassen können – und sie entschieden sich für zertifizierbaren Hanfanbau in ihren Hochbeeten. Recherchen zu CBD-Ölen und eigene Erfahrungen damit hatten sie schließlich neugierig gemacht: Wie lässt sich wirklich hochwertiges CBD-Öl herstellen, wie kann die Qualität gesteigert werden? In der Branche, so lernten sie, gibt es viele, die sich gut vermarkten und mit schönem Verpackungsdesign Hochwertigkeit suggerieren, jedoch ausschließlich mit dem wesentlich günstigeren CBD-Isolat arbeiten. Das wollten sie anders machen: Ihr Ziel war und ist ein möglichst hoher Anteil an Vollspektrum-Öl.

Die Drittelbauern unterschrieben einen Kontrollvertrag für biologische Produktion, kontrolliert von Austria BIO Garantie. „Wir bekommen im 2. Jahr den Status ‚Bio in Umstellung‘ und im 3. Jahr (Frühling 2023) schlussendlich den ‚Bio-Status‘, vorausgesetzt, die jährliche Kontrolle wird wieder positiv bewertet“, erzählt Michael.

Ziel: Bio-CBD-Öl in höchster Qualität

Doch was bedeutet „Vollspektrum“? Michael klärt uns auf: „Wenn wir uns gut auf unsere Hanfpflanzen schauen, sie hegen und pflegen und die Blüten vorsichtig ernten, können wir eine wirklich gute Qualität an unsere Partnerfirma liefern, die die Inhaltsstoffe mit Alkohol extrahiert. So entsteht ein Extrakt mit allem Guten, was in der Hanfblüte vorhanden ist – wir erreichen da laut Analyse etwa 7-8% CBD und bleiben selbstverständlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten von max. 0,3% THC. Das heißt dann ‚Vollspektrum‘, denn neben CBD bleiben auch alle weiteren rund 200 Inhaltsstoffe erhalten, die in Synergie miteinander am besten wirken.“

Die aufmerksam Lesenden fragen sich nun vielleicht: Wie ist es dann möglich, CBD-Öl mit mehr als 8% herzustellen und zu verkaufen, wenn die Extraktion nur bis zu 8% hergibt? „Auch beim Vollspektrum-Öl ist für einen entsprechend hohen CBD-Anteil der Zusatz von CBD-Isolat nötig, jedoch nur, bis der gewünschte Wert erreicht ist.“ erläutert Michael. Alle anderen, wertvollen Inhaltsstoffe sind dank Vollspektrum-Öl dann weiterhin enthalten, die Bio-Verfügbarkeit ist ausgezeichnet.

Erste CBD-Öl-Erfolge im Herbst 2021

Nach vollendeter Renovierung des Glashauses sowie Auswahl und Einkauf der passenden Bio-Stecklinge ging es mit der veganen Produktion los: Die Drittelbauern arbeiten ohne tierische Düngemittel ausschließlich mit Effektiven Mikroorganismen, Brennnesseljauche, Bakterien und Nützlingen. Das Gießwasser wird mithilfe von Produkten der Firma „Aquadea“ aufbereitet. Die Ernte erfolgt händisch.

Erste Laboranalysen bei ihrem Partner im Herbst 2021 zeigten, dass sie tatsächlich sehr hohe Anteile an CBD erreichen konnten. Ihrem Namen „Drittelbauern“ folgend entschieden sich die drei Ottensheimer, auch bei den Ölen die Teilbarkeit durch drei abzubilden: Derzeit bieten sie CBD-Öle mit 6% und 9% CBD an, jeweils mit Bio-Hanföl von den Farmgoodies als Trägeröl. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Qualitäten: „Gold“ ist eher mild, „Natur“ trüb und etwas schärfer. „Unsere Kund*innen berichten von guten Erfolgen bei Unruhe und Stress, Schlafproblemen und Schmerzen. Da wissenschaftliche Studien nicht in der gewünschten Qualität vorhanden sind und CBD-Öl nicht als Nahrungsergänzungsmittel deklariert werden darf, muss aber jede*r selbst für sich herausfinden, welches Öl in welcher Dosis die gewünschte Wirkung erzielt“, erklärt Michael. „Einfach ausprobieren und schauen, was einem gut tut“, empfiehlt der Drittelbauer.

Tage der offenen Glashaustür

„Wir haben nichts zu verstecken“, meint Michael mit einem Augenzwinkern, und möchte auch die Kund*innen der LieblingsSpeis zu den kommenden Tagen der offenen Glashaustür einladen – wir werden rechtzeitig die Termine in der LieblingsSpeis bekanntgeben und freuen uns, ab sofort die hochwertigen CBD-Öle mit Ottensheimer CBD anbieten zu können.

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